Gönnerreise nach Armenien: zehn Jahre Norbert-Neininger-Kindergarten
Gönnerinnen und Gönner der Stiftung besuchten im September unsere Kindergärten und die Tagesklinik – und sahen vor Ort, was aus ihren Spenden geworden ist.
Ende September 2026 reiste eine Gruppe von Gönnerinnen und Gönnern der Stiftung nach Armenien – vom ehemaligen Ständerat bis zum Linienpiloten, von der Künstlerin bis zum Unternehmer, von der Kindergärtnerin bis zum Pfarrer. Das Ziel: Land und Kultur besser kennenlernen und vor Ort sehen, was aus den Spenden geworden ist.
Zehn Jahre Norbert-Neininger-Kindergarten
Erste Station war Aygehovit im Nordosten des Landes. Der Norbert-Neininger-Kindergarten feiert sein zehnjähriges Bestehen. Vor der Sanierung besuchten ihn rund fünfzig Kinder – heute sind es mehr als doppelt so viele. Die Gemeinde verlangt keine Gebühren, den Unterhalt tragen Mike und Romi Baronian.
Die Kinder begrüssten die Gäste mit einem Lied, die fünfjährige Irina hielt frei eine lange Begrüssungsrede. Die Schaffhauser Künstlerin Linda Graedel griff spontan zur Kreide und bemalte eine Wand im Aufenthaltsraum. Gleich in der Nähe liegt die Martin-und-Jessica-Blumer-Tagesklinik.
Die Investitionen wirken über Bildung und Gesundheit hinaus: Aygehovit litt lange unter Abwanderung. Seit die Infrastruktur verbessert wurde, wächst die Bevölkerung wieder leicht.
Maralik und Lanjik
Im Romi-Baronian-Kindergarten in Maralik lagen die rund 120 Kinder beim Besuch gerade im Mittagsschlaf. Wo die Kinder früher im Winter wegen der Kälte zu Hause bleiben mussten, sorgen heute eine Fussbodenheizung und gut isolierende Tuffsteinwände für Wärme.
Wenige Kilometer entfernt steht in Lanjik das Leuchtturmprojekt der Stiftung, der Pino-Ciaccio-Kindergarten. Viele Kinder dort wachsen fast nur mit ihren Müttern auf, weil die Väter in der Hauptstadt oder im Ausland arbeiten. Der Neubau setzt auf Energieeffizienz: Solarpanels und eine Wärmepumpe mit Erdsonde decken rund 70 Prozent der Heizenergie, eine Heisswasser-Reserve überbrückt Stromausfälle.
Ein Land mit langer Leidensgeschichte
Am letzten Tag besuchte die Gruppe das Völkermordmuseum in Eriwan. Ein bedrückender Moment – und zugleich ein Ansporn, die Hilfe für Armenien weiterzuführen. Die nächsten Projekte betreffen die Wasserversorgung, wo in den armenischen Dörfern grosser Nachholbedarf besteht.
Benefizabend am 1. Dezember
Am 1. Dezember 2026 findet in der «Sommerlust» in Schaffhausen der grosse Benefizabend für Armenien statt.
Über die Reise berichteten die «Schaffhauser Nachrichten» am 27. Oktober 2026 unter dem Titel «Schaffhauser Hilfe für Armenien – eine einzigartige Erfolgsgeschichte» (Text: Michael Stäuble).